Hallo Leute,

wie der Titel schon verraet find ichs echt schade, dass ichs nich oefter schaff hier mal was zu schreiben. Naja, besser spaet un selten als nie, oddaaaa?:)

Die Temperaturen gehen runter, die Tage werden noch kuerzer. Gestern hatte unsere Projektkoordinatorin die glorreiche Idee ein Feuer beim Garten zu machen, die Verantwortung dem Gaertner ueberlassen mussten wir die Feuerwehr holen um die mit Sicherheit 7 Meter hohen Flammen irgendwie wieder zu loeschen. Das Telefonkabel, das den Garten eberquert brannte auch, mal sehen wie lange es dauert, bis wir im Shelter wieder ein funktionierendes Telefon haben. Ansonsten nich allzuviel Neues in Afrika, Max (ein anderer Freiwilliger) und ich werden versuchen mit unsren Jungs zu backen und die Ergebnisse zu verkaufen, nennt sich …





15. January 2007

Gruesse aus Suedafrika!

Hallo Mit-Ex-Kepleraner!

So lass ich also mal wieder was von mir hoeren! Mein Urlaub ist vorbei, Safari und Silvester am Strand Schnee von gestern. Weihnachten haben wir uebrigens im Shelter mit den verbliebenen Jungs gefeiert, war auch ganz schoen! Meine grosse Schwester war zu Besuch und wir hatten eine Menge Spass! Im Februar ziehen wir (Till und ich) in unsere neue, eigene Huette um und der Projektalltag, in den hoffentlich mit neuen Jungs und neuer Motivation wieder frischer Wind kommt, laeuft wieder an! Ich freu mich extrem auf die vor mir liegende Zeit, es wird wohl schneller wieder ans wieder verabschieden gehen wie es mir lieb ist, trotzdem waren meine Gedanken gerade wegen dem Besuch von Zuhause oft irgendwo im Schwarzwald!:) …





8. November 2006

Bericht aus Durban!

Tach Leute!

Ich freue mich, dass ich dank Tobis Hilfe meine Zugangsdaten wieder habe und auchmal selbst hier mitmachen kann!:-) Hab mir jetzt vorgenommen oefters mal ne kleinen Lagebericht in die weite Welt zu hauen!

Mir geht hier echt gut, Dinge die zu erledigen sind ueberschlagen sich und so wird mir sicher bis Anfang naechsten Jahres absolut nicht langweilig werden. In den naechsten Wochen wollten wir ein Auto fuer die Freiwilligen unsrer Organisation kaufen, aber es scheitert an der Entscheidungstraegheit der Verantwortlichen, das kostet Kraft und Motivation…aber naja, gegen Ende Nov. kommen sie uns dann besuchen, wir machen ein Zwischentreffen in Plettenberg Bay, 5 Stunden von Capetown entfernt, besprechen ne Menge, haben aber natuerlich auch ne Menge Spass! Dann gehts wieder etwa …





Nachdem wir diesen Tagesablauf also kennenlernen durften und Benni und Fabi sich von den Angestellten und den Kids nicht ohne Wehmut verabschiedet hatten, trafen wir sieben Freiwillige uns wieder, um unser On-Arrival-Training in Waterfall, einem Ort nicht weit von Pinetown, zu absolvieren. Diese zweite Woche war wichtig und schoen, man konnte sich mit den anderen Freiwilligen ueber die Projektarbeit unterhalten, eine Menge gleicher Gedanken und Gefuehle austauschen, nochmal zusammen Spass haben, aber auch wichtige Dinge zum Verhalten in diesem uns fremden Land erfahren. Schliesslich wollen wir hier fuer ein Jahr leben und so wurden Dinge wie Sicherheit, Taxi fahren, Auto fahren, die Sprache und allgemeine Do??s und Don??ts besprochen und teilweise auch durch Rollenspiele in einer guten Mischung aus Spass und Ernsthaftigkeit vermittelt.

Einen Tag dieser Woche ist aufgrund seiner schoenen Eindruecke besonders hervorzuheben. Mit den Ehemaligen Felix und Barni sind wir durch eine malerische Schlucht gewandert, die durch fast unberuehrte Natur, steile Abhaenge und einen schoenen Fluss in schoener Erinnerung blieb, eine gute Idee fuer das naechste On-Arrival-Training und ein Geheimtipp fuer eventuell anstehenden Besuch darstellt.





Warum ziehen es manche Jungs vor, ein Leben im Shelter gegen ein Leben auf den Strassen von Durban einzutauschen?

Fuer Jungs, die nicht rueckfaellig werden, gehoert ausserdem noch ein sogenanntes After-Care-Program zu Streetwise, das etwa einer WG gleicht, die Jugendlichen offensteht, die schon aelter und selbststaendiger sind, in externe Schulen gehen koennen und generell erwachsener und weniger gefaehrdet sind, sie haben es schon fast geschafft!

Die Angestellten hier im Shelter sind hauptsaechlich die Hausmuetter oder auch ??Aunties?? (??Tanten??). Jeweils zu zweit wohnen sie im Shelter und sorgen fuer Essbares und mehr oder weniger Ordnung. Diese ??Zweierteams? wechseln manchmal mehrmals woechentlich, was bei dieser psychischen Belastung wahrscheinlich auch noetig ist. Ausserdem sind im Buero Montag bis Freitag jeweils bis etwa vier Uhr die Schwestern, samt Sister Helena, der Hauptkoordinatorin des Projekts, taetig.

Der meines Erachtens wichtigste dauerhaft hier Arbeitende ist Musa, ein 24-Jaehriger, der mit 14 selbst das Angebot von Streetwise wahrgenommen hat und nun ein geregeltes Leben fuehrt.





Ziemlich genau einen Monat ist es jetzt her, dass ich meinen Fuss das erste Mal auf afrikanischen Boden gesetzt habe. Genauer auf suedafrikanischen Boden, auf den Flughafen von Kapstadt, morgens noch im Dunkeln um etwa sechs Uhr. Nach einem Flug, der knappe 12 Stunden dauerte, der mir keine Minute Zeit zum Schlafen lie?, aber dessen Strapazen mir im Vorfeld weitaus schlimmer wie erlebt beschrieben wurden, landete unsere Maschine aus Frankfurt am Main also sicher in Cape Town, auf dem wohl suedlichsten Flughafen Afrikas. Ich und mein Sitzfleisch waren irgendwie froh und erleichtert und ich wollte das durch Applaus zum Ausdruck bringen, doch ueber hundert andere Menschen um mich herum waren da anderer Meinung und so stiegen wir eben aus ohne dem Piloten anerkennenden Beifall zu klatschen. Zu meiner Ueberraschung ging das Umsteigen in die Anschlussmaschine nach Durban relativ problemlos, so ganz ohne fehlendes Gepaeck oder gar einen Ueberfall, wir waren auf alles vorbereitet! Im Flugzeug nach Durban konnten wir dann bereits zum zweiten Mal fruehstuecken und den Sonnenaufgang an der Kueste entlang fliegend aus luftiger Hoehe bestaunen, meine Wenigkeit durfte sich sogar ueber einen Fensterplatz freuen. Doch allzu viel Zeit zum Traeumen blieb uns nicht, nach nur knapp zwei Stunden landeten wir am vorlaeufigen Ziel unserer Reise, in Durban/Suedafrika!





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